Ingrid Sälzler


Mobbing

In der Ursachenforschung von Mobbing gibt es unterschiedliche Ansätze. Einerseits können sich arbeitsorganisatorische Probleme  ausdrücken, andererseits ist Mobbing sehr häufig Zeichen eines schlechten Betriebsklimas mit wenig gegenseitiger sozialer Unterstützung und der  Tendenz, für Konflikte einen Sündenbock zu suchen . Viele Untersuchen belegen, dass Mobbing vor allem auch dort gedeiht, wo eine Führungskultur versagt,  Führungskräfte nicht hinschauen bzw. Mobbing mit initiieren. Stagnative Entwicklungen eines Teams, nicht lernunwillige Organisation "lösen" Probleme dann mittels Schuldzuweisungen und Ausgrenzungen zu. Das erweist sich langfristig natürlich als Scheinlösung mit enormen volkswirtschaftlichen Kosten und persönlichen Kränkungen.

Eine Mobbingsituation ist für Betroffene alleine und ohne professionelle Hilfe schwer zu bewältigen, Familien und Freunde sind damit überfordert: denn eine Mobbingsituation bestehend aus vielen Nadelstichen und kleinen Traumas kann existenziell bedrohlich werden.

Das Ziel von Mobbing ist ja, Menschen aus dem Arbeitsprozess auszugrenzen und zu isolieren. Das zermürbt und schwächt, und die Folgen  sind oft – verständlicherweise - auf der körperlichen und emotionalen Ebene äußerst gravierend: Schlafstörungen, Ängste,  Beeinträchtigungen in der Konzentrationsleistung sind einige der vielen möglichen Folgen von Mobbing. Lebenssicherheit und Identität, Selbstwert und das Gefühl, dazu zu gehören werden allzu oft erschüttert.

Einer der schwierigsten inneren Prozesse in einer Mobbingsituation ist, aus der Täter-Opfer-Dynamik auszusteigen, was konkret bedeutet, den Focus wieder auf sich selber richten zu können anstelle der beinahe zwanghaften Fixierung auf den Täter. Das bedeutet, dem, was geschieht  und dem Gegenüberüber nicht mehr so viel Macht einzuräumen.

In meiner langjährigen Arbeit mit Menschen in Mobbingsituationen oder in sehr schwierigen Arbeitsstrukturen , hat sich immer wieder gezeigt, dass einerseits  der professionelle Blickwinkel von außen sehr hilfreich sein kann, um das, was passiert  überhaupt emotional einordnen zu können . Dazu bedarf es eines Beraters/ Therapeuten, der mit der Thematik Mobbing vertraut ist und der Hilfestellung geben kann

  • Zu lernen, für sich selber einzustehen und das Wertgefühl (wieder)  zu stabilisieren
  • Diese Erfahrung nicht gegen sich selber zu richten
  • Die eigene Rolle zu reflektieren
  • Die nötige Distanz zu  finden und sich abzugrenzen
  • Lernen mit aufkommenden Ängsten und depressiven Gefühlen umzugehen
  • Handlungsstrategien zu entwickeln, um aus lähmenden Opfergefühlen aussteigen zu können
  • Ein vernünftiges Stressmanagement zu entwickeln

 

Ich arbeite in der Einzel- und  Gruppenberatung, sowie mit Teams, um über Mobbing zu informieren und konstruktive Kommunikationsprozesse in Gang zu bringen.

Meine langjährige Zusammenarbeit mit dem Mobbing-Netzwerk Mannheim-Ludwigshafen und dem Kirchlichen Dienst in der Arbeitswelt (KDA) ermöglichen mir einen interdisziplinären Blickwinkel, der notwendig ist, um die Vielschichtigkeit des Phänomens Mobbing  zu beleuchten.

Regelmäßiges Gruppenangebot und Tagesseminare

Seminare: Mobbing

Jeden 3. Donnertag im Monat von 18.30 – 20.30

Termine 2015

15.1., 19.2.,19.3.,16.4.,21.5.,18.6.,16.7.,25.9.,15.10.,19.11.,17.12.

Anmeldung über den Kirchlichen Dienst in der Arbeitswelt( KDA) Frau Urbach  KDA:

kda.mannheim@ekiba.de

Tel 0621-28000-170

Zum Weiterlesen

http://woman.brigitte.de/leben-lieben/beruf-gesellschaft/mobbing-opfer-1031690/

Literaturempfehlung:

Bärbel Wardetzki, Kränkung am ArbeiStplatz, Kösel  2005

Esser/Wolmerath, Mobbing; Bund-Verlag 2003

 

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